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Rechtliches

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18.11.2009

BVerfG, § 130 StGB und der Beweis: Gewal­tenteilung? Fehlanzeige!

Lesezeit: etwa 8 Minuten

Zwei Wochen nach dem Tode Jürgen Riegers hat das Bundes­verfassungs­gericht (BVerfG) dessen Verfas­sungs­beschwerde gegen das Verbot des Rudolf-Heß-Gedenk­marsches in Wunsiedel zurück­gewiesen und damit eine folge­nschwere Entscheidung getroffen, die sich auch auf künftige Versamm­lungen des Widerstands auswirken wird. Der am 1. April 2005 in Kraft getretene Absatz IV des § 130 StGB bedroht das Billigen, Verher­rlichen oder Recht­fertigen der „national­sozialis­tischen Gewalt- und Willkür­herrschaft“ mit einer Freiheits­strafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe. Das Verbot des Gedenk­marsches für Rudolf Heß im fränkischen Wunsiedel wurde seither auf die Begründung gestützt, das Thema der Veran­staltung und die zu erwartenden Aussagen würden gegen diesen neu geschaf­fenen Absatz verstoßen und damit ein Versamm­lungs­verbot nach § 15 Abs. I VersammlG recht­fertigen. Um einmal erahnen zu können, wie die politische Rechtsp­rechung in der Bundes­republik funktioniert, sei der weitere Verlauf kurz dargelegt: Jürger Rieger wandte sich am 6. August 2008 an das BVerfG, weil er durch die ...

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07.11.2009

Probleme beim Tod eines Recht­sanwaltes (§244 ZPO)

Lesezeit: etwa 1 Minute

Es kann durchaus immer wieder geschehen, daß ein Recht­sanwalt stirbt, und dies kann manchmal ganz plötzlich und unerwartet geschehen, zum Beispiel durch einen Autounfall. Mandanten eines verstor­benen Anwaltes sollten folgendes beachten: 1) Das Vertrags­verhältnis zwischen dem Mandanten und dem Recht­sanwalt endet durch den Tod des Anwaltes nicht. Neuer Vertrag­spartner des Mandanten wird vielmehr der Rechts­nach­folger des Anwaltes. Dies kann sein: - der oder die Erben, - der Käufer der Recht­sanwalts­kanzlei, - der amtlich bestellte Abwickler der Anwalts­kanzlei. 2) Wenn der Mandant das Vertrags­verhältnis mit dem Rechts­nach­folger des verstor­benen Anwaltes nicht fortsetzen möchte, muß er es beenden, also zum Beispiel kündigen. 3) Danach erstellt der Rechts­nach­folger des verstor­benen Anwaltes eine Rechnung über die geleisteten Tätigkeiten und klagt sie ggf. ein. 4) Ein neuer Recht­sanwalt rechnet über seine Tätigkeit neu ab. Er ist berechtigt, einen Vorschuß zu fordern. 5) Ein Anwalts­wechsel in einem laufenden Prozeß zieht daher immer erhöhte Kosten nach sich, sie können durchaus doppelt ...

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25.08.2009

Jürgen Rieger über das Ausbleiben einer definitiven Entscheidung zu den Heß-Gedenk­märschen in Wunsiedel durch das Bundes­verfassungs­gericht

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Hinsichtlich der geplanten Rudolf-Heß-Gedenk­veran­staltung in Wunsiedel am 22.08.2009 hat das Bundes­verfassungs­gericht abgelehnt, eine einstweilige Anordnung zu erlassen. Nicht etwa deswegen, weil das Begehren, Rudolf Heß ehrend zu gedenken, verboten sei, sondern deswegen, weil das Bundes­verfassungs­gericht letztlich dasselbe wie in den vergangenen 4 Jahren gesagt hat, nämlich, daß erst eine Haupt­sacheent­scheidung umfassend geprüft werden müsse. Nachdem 1997-2000 problemlos ein Gedenken für Rudolf Heß in Wunsiedel anlässlich seines Todestages stattfinden konnte, wurde dies 2001 erstmals verboten; eine Protest­kund­gebung von mir dagegen in Bayreuth konnte aber durch­geführt würden. In den nachfol­genden Jahren wurden Verbote immer mit derselben abwegigen Begründung aufgestellt. Es wurden 40 Seiten Verfas­sungs­schutz­berichte des Bundesin­nenministers abge­schrieben, es wurde erklärt, daß alle die dort erwähnten Personen sicherlich zum Heß-Marsch kommen würden, sie den Holocaust leugnen würden, den rechten Arm heben würden, Judas verrecke oder dergleichen schreien würden, und bis zum ...

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20.08.2009

§ 19 HWegeG / Beantragen und Aufstellen von Stell­schildern

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Verhal­tens­maßregeln für die Beantragung und Durch­führung einer Sonder­nutzungs­erlaubnis für Stell­schilder Der Wahlkampf ist da. Deshalb erinnern wir daran, daß für das Aufstellen von Stell­schildern die Beantragung einer Sonder­nutzungs­erlaubnis erfor­derlich ist. Dabei sollten Sie folgendes beachten: 1) Erkundigen Sie sich rechtzeitig, welche Behörde für die Erlaubnis zuständig ist. Meist handelt es sich um das Straßen­verkehrsamt. 2) Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei der zuständigen Behörde, wie lange es dauert, bis die Erlaubnis erteilt bzw. die Einrichtung vergeben wird. 3) Stellen Sie Ihren Antrag so früh wie möglich, damit nicht andere Antrag­steller Ihnen zuvorkommen. 4) Reichen Sie Ihren Antrag schriftlich ein. Falls die Behörde Formblätter vorsieht, verwenden Sie diese. 5) Geben Sie bei Ihrem Antrag als Veran­stalter nicht nur ihren eigenen Namen, sondern auch den Ihres Vereins oder Ihrer Partei an, damit Sie bei der Veran­staltung nicht ständig anwesend sein müssen. 7) Geben Sie bei Ihrem Antrag Ersatzdaten an, falls an dem von Ihnen gewünschten Tag bereits ...

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20.08.2009

§ 303 StGB / Exkulpation (Schuld­losigkeit) und Plakatieren

Lesezeit: etwa 1 Minute

Wahlkämpfe nahen, und es werden viele Plakate und Aufkleber in Umlauf gebracht. Dabei ist zu beachten, daß ein "Wildes Plakatieren" eine strafbare Sachbe­schädigung gemäß § 303 StGB und in manchen Städten und Gemeinden darüber hinaus eine Ordnungs­widrigkeit darstellt, die mit einer Geldbuße geahndet wird. Überdies kann der Eigentümer der beklebten Wand die Reinigungs­kosten für die Beseitigung der Plakate als Schaden­sersatz und die Unter­lassung weiterer Plakatierungen gemäß §§ 823 und 1004 BGB verlangen und zivil­gerichtlich einklagen. Dies kann teuer werden. Da oft nicht heraus­zufinden ist, wer der eigentliche Täter war, nehmen die Geschädigten oft die im Impressum genannten Stellen, also meist die Bundes­partei oder den Bundes­vorstand des Vereins, in Anspruch. Diese Stellen können sich jedoch exkulpieren, handeln also ohne Schuld, wenn sie den Plakaten oder Aufklebern den folgenden Text beilegen: "Bitte bringen Sie die Plakate in Überein­stimmung mit den gesetz­lichen Bestim­mungen an, das heißt: Plakate nicht an Verkehrs­schildern, Ampeln, ...

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