27.11.2011
Insgesamt 3,4 Millionen deutsche Gefangene befanden sich nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht in den zirka zwanzig am Rhein gelegenen Lagern alliierter Streitkräfte, auch als die Rheinwiesenlager bekannt. Viele Insassen wurden gequält und zu Tode geprügelt. Die katastrophalen hygienischen Zustände sowie die Unterversorgung der Inhaftierten hatten ebenfalls viele tausende Todesopfer zur Folge.
Der Sieger schreibt die Geschichte – somit auch die Todeszahlen
Die damalige Nachkriegspresse, gegründet und gelenkt von den amerikanischen Besatzern, sprach im Nachhinein von angeblich 5.000 bis 10.000 Toten. Diese Zahl wird bis heute „offiziell“ vom Staat und der Presse geführt. Unabhängige Forscher, wie der Kanadier James Bacque, der nicht unter Beobachtung oder Aufsicht der Besatzer stand, kam nach intensiven Forschungen auf eine Todeszahl von einer Million deutschen Soldaten, Zivilisten, Frauen und Kindern. Andere Forschungen bestätigen eine Mindestopferzahl von 750.000. Der kanadische Historiker Bacque, der am „Upper Canada College“ in Toronto Geschichte und Philosophie studiert hatte, kam deshalb zum Schluss, dass die Rheinwiesenlager „eher [als] Vernichtungs- als Kriegsgefangenenlager“ zu sehen sind. Seine „Recherchen haben ergeben, dass Lebensmitteldepots damals – auf Anweisung – nicht für die Gefangenen geöffnet wurden.“ Überlebende berichten zudem, dass vor allem der Durst wütete – dabei war der Rhein zum Teil keine 200 Meter entfernt.
Die Lager glichen Viehkoppeln
Auf den matschigen Wiesen lebten mangels Baracken, die Insassen meist in offenen Erdlöchern. Unter freien Himmel, oftmals ihrer Mäntel und Zeltbahnen beraubt, vegetierten viele, die monatelang ohne ärztliche Versorgung auskommen mussten, auf engsten Raum zusammengedrängt dahin.
Im Erdboden der ehemaligen Rheinwiesenlager liegen noch heute nur notdürftig verscharrte Leichen deutscher Kriegsgefangener.
Der Widerstand gegen die Verharmlosung und die Verbrecher der alliierten Streitkräfte: „Eine Million Tote rufen zur Tat!“
Seit Jahren organisiert das „Gedenkbündnis Rheinwiesenlager“ einen Trauermarsch zum Gedenken an die vielen deutschen Opfer, die nach der sogenannten „Befreiung“ auf den Wiesen entlang des Rheins ermordet und gefoltert wurden oder einfach dahin vegetiert sind. „Wir werden nicht ruhen und nicht rasten bis die Wahrheit über die Lüge triumphiert hat!“, heißt es treffend auf der Heimatseite der Veranstalter.
Dieses Jahr konzentrierten sich die Aktivisten in der Region vor allem auf die vorige Aufklärungsarbeit der ansässigen Bevölkerung. So wurden viele tausende Flugblätter verteilt, ein eigens für den Trauermarsch erstelltes Bürgerinformationsfallblatt herausgegeben und weitere Infostände und Informationsabende organisiert. Nebenher wurde erfolgreich gegen das haltlose Verbot des Trauermarschs seitens der Kreisverwaltung Ahrweiler geklagt. Hier wollte man doch tatsächlich den seit Jahren friedlichen und ohne jegliche Zwischenfälle stattfindenden Trauermarsch kriminalisieren, indem man auf einen verletzten Polizisten im Jahr 2010 verwies. Dieser wurde allerdings nicht von nationalen Trauernden angegriffen, sondern von einem gewalttätigen 23-jährigen Troisdorfer, der der linken autonomen Szene zugerechnet wird und Teilnehmer der von Gewerkschaften, Kirchen und etablierten Parteien organisierten Gegendemonstration war.
Der Trauermarsch
Am heutigen Sonnabend, dem 19.11.2011, fand schließlich zum Abschluss der gelungenen Kampagne im vierten Jahr in Folge der vom „Gedenkbündnis Rheinwiesenlager“ organisierte Trauermarsch zum Gedenken an die Toten der Rheinwiesenlager in Remagen statt. So versammelten sich rund 300 Kameraden und Kameradinnen an jenem Ort, wo die Verbrechen der alliierten Besatzer nicht ins Vergessen geraten dürfen, um dort würdig den zahllosen Opfern in würdiger Form zu gedenken.
„Ein Volk ist nur soviel wehrt wie es sein Toten ehrt.“ Diesen Satz nahmen sich leider einige linksradikale „Ultras“ des 1. FSV Mainz 05, die sich auf der Reise zum Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln befanden, nicht zu Herzen und attackierten grundlos ankommende Kameraden und Polizeibeamte am Remagener Bahnhof mit Flaschen und anderen Wurfgeschossen.
Die in der Region ansässige „Rhein-Zeitung“ twitterte derweil, dass „Mainz05-Fans jetzt mal ein bisschen stolz sein dürfen: Neonazis im Zug nach Remagen deutlich die Meinung gesagt“ und verehrlichte bzw. legitimierte damit gar die Gewalt gegen Andersdenkende. Nur der entschieden Gegenwehr der Demonstranten, ist wohl zu verdanken, dass es keine Verletzten gab.
Die tagelange Berichterstattung über den angeblichen „Rechtsterroristen“ und seine Schandtaten, veranlassten die Medien, so viele Vertreter wie nur möglich zu stellen, die mit dem Abfilmen der Kameraden vor dem Treffpunkt, ihre Arbeit begannen. Während der gesamten Gedenkveranstaltung wurde der Marsch von Vertretern regionaler sowie überregionaler Medien begleitet, um anscheinend keine Chance zu versäumen, einen weiteren gut geschnittenen und verzehrenden Bericht über den „Terror von Rechts“ in Verbindung mit dem friedlichen Trauermarsch zu konstruieren.
Nachdem die angereisten Versammlungsteilnehmer am Treffpunkt Formation beziehen konnten, bewegte sich der Trauermarsch in gewohnt disziplinierter Art und Weise zur Kapelle „Schwarze Madonna“, welche zur Erinnerung an die deutschen Kriegsgefangenen 1987 errichtet wurde. Bedauerlicherweise wurde die diese von den Demokraten schikanöser Weise nahezu komplett verhüllt.
Auf der ersten Zwischenkundgebung vor der „Schwarzen Madonna“ trat als erster Redner der Vorsitzende des NPD-Kreisverbands Koblenz, Sven Lobeck, ans Mikrofon, um detailliert auf die Kriegsverbrechen und Foltertaten der Alliierten einzugehen. Nach ihm ergriff Ralph Tegethoff das Wort und machte noch einmal deutlich, dass das Rheinwiesenlager erst nach dem 2. Weltkrieg errichtet wurde und somit rein als Schikane durch die angeblichen Befreier diente. Als Ehrengast sprach der Zeitzeuge Leutnant Katte zu den Teilnehmern. Er schilderte seine Erlebnisse als Kriegsgefangener und ehrte zum Schluss seinen verstorbenen Kameraden und Kameradinnen. Dörthe Armstroff, Landesvorsitzende der NPD in Rheinland-Pfalz, trug abschließend ein Gedicht vor, nachdem stillschweigend von zwei Kameraden ein Kranz auf der Wiese vor der Kapelle abgelegt wurde.
Die Trauermarsch-Teilnehmer nahmen nun wieder Stellung auf und zogen in Dreierreihen weiter. Auf Provokationen vereinzelter Gegendemonstranten wurde nicht eingegangen, stattdessen wurde der Trauermarsch schweigend von den Männern und Frauen fortgesetzt.
Auf der zweiten Zwischenkundgebung im Kreuzungsbereich Goethestraße/Alte Straße sprachen ein Aktivist aus Dortmund, Wuppertal und dem Rhein-Main-Gebiet zu den Teilnehmern. Sven Skoda ergriff zum Schluss das Wort und treu nach dem Motto „die Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus“ (Laotse), machte er deutlich, dass eines Tages die Wahrheit ans Licht kommt und niemand mehr an die Lügen der angeblichen Befreiung, auf welchen dieser Staat aufbaut, glauben wird.
Der Marsch setzte sich anschließend fort und führte zurück zum Remagener Bahnhof, wo dieser gegen 16.30 Uhr vom Veranstaltungsleiter als beendet erklärt wurde. Da die Polizei einen erneuten Zusammenstoß der Veranstaltungsteilnehmer und gewaltbereiter Fußballfans verhindern wollte, verzögerte sich die Rückfahrt um etwa eine Stunde.
„Wieder einmal wurde dank des disziplinierten Verhaltens der anwesenden Kameraden und Kameradinnen den Toten der Rheinwiesenlager ehrenhaft gedacht“, bilanzierte eine Teilnehmerin den heutigen Tag.
Quelle: Mythus.net
Weitere Fotos zum Trauermarsch finden sich auf medinet-west.info